Südwestrundfunk - SWR
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Debüt im Dritten beim Südwestrundfunk (SWR)
"Offenheit gegenüber Kreativen und ihren Stoffen. Intensive dramaturgische Betreuung und Kontinuität in der Zusammenarbeit." Mit dieser Zielsetzung arbeitet die Redaktion, seitdem Susan Schulte vor 25 Jahren die SWR-Reihe "Debüt im Dritten" gegründet hat. Für ihre klare Haltung und Sensibilität im Umgang mit Nachwuchstalenten wird sie bis heute von vielen Vertretern der Medienbranche sehr geschätzt und wurde zudem mehrfach ausgezeichnet. Auch wenn sich mit der Zeit Themen und Herangehensweise an Geschichten geändert haben, möchte ich in "Debüt im Dritten" diese Tradition fortsetzen: Packende, leise und manchmal laute, aber immer ungewöhnliche Geschichten zu fördern, die ihre eigene, mitunter radikale Sicht behaupten. Uns interessieren gute phantasievolle Geschichten, ebenso wie Filme, die von der Realität inspiriert sind. Stolz sind wir darauf, dass viele Debütanten inzwischen zu den besten und erfolgreichsten der Film- und Fernsehbranche gehören. So debütierten in der Vergangenheit beim SWR z.B. Wolfgang Becker, Hans-Christian Schmid, Andreas Dresen, Nico Hofmann, Miguel Alexandre, Conny Walther, Chris Kraus, und Alain Gsponer. Auch heute gilt unsere Redaktion als eine der ersten Adressen für den Nachwuchsfilm, das belegen die Erfolge der letzen Jahre:
Mit Hans Weingartners Kinofilm DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI entsendete "Debüt im Dritten" wieder einmal einen deutschen Vertreter in den Wettbewerb nach Cannes, Sylke Enders Debütfilm KROKO wurde 2004 mit dem Deutschen Filmpreis in Silber ausgezeichnet. 2005/2006 entstand Chris Kraus' zweiter Film VIER MINUTEN der 2006 auf der IFF Shanghai zum besten gekürt wurde und 2007 beim Bayerischen Filmpreis die Auszeichnung für das beste Drehbuch, die beste Darstellerin (Monika Bleibtreu) und die beste Nebendarstellerin (Hannah Herzsprung) erhielt. Für den deutschen Filmpreis 2007 erhielt VIER MINUTEN zusätzlich insgesamt acht Nominierungen. 2005/2006 wurde EMMAS GLÜCK, Sven Taddickens zweite Regiearbeit produziert. Im Januar 2007 erhielt Ingo Raspers REINE GESCHMACKSACHE auf dem Max-Ophüls-Festival den Publikumspreis- und den Drehbuchpreis. 2008 debütierte Christian Schwochow mit seinem Kinofilm NOVEMBERKIND der erfolgreich im Kino lief und mehrere Preise erhielt. Ebenso Brigitte Maria Bertele mit dem Kriegsheimkehrer-Drama NACHT VOR AUGEN (Buch: Johanna Stuttmann).
Im Sommer 2009 präsentierte Susanne Schneider ihr Debüt Spezial ES KOMMT DER TAG auf dem Filmfest München und im Oktober gewann der Film PARKOUR von Marc Rensing den Eastman Förderpreis in Hof, im November dann den MFG-Star.
Zu den Debütanten, deren Projekte auf dem Ophüls-Festival und auf der Berlinale 2010 zu sehen sein werden, gehören Su Turhahn (AYLA), Burkhard Feige (U.F.O.), Oliver Kienle (BIS AUFS BLUT) und Dietrich Brüggemann (RENN, WENN DU KANNST).

Eine häufig gestellte Frage an die Redaktion: Nehmt Ihr eigentlich Einfluss auf Inhalte? Die Antwort ist: Ja. Bei uns wird viel diskutiert. Zielsetzung ist und bleibt aber, dass der Regisseur oder die Autorin ihre eigene Handschrift finden und probieren können. Deshalb wird die Freiheit der Autoren, Regisseurinnen und übrigen Kreativen in unserer Debüt-Redaktion großgeschrieben. Ich glaube daran, dass eine konstruktive Auseinandersetzung mit Stoffen und Drehbüchern den deutschen Film weiterbringt, das deutsche Fernsehen erst recht.

Stefanie Groß, Redakteurin "Debüt im Dritten"

Informationen zur Arbeitsweise der Redaktion
"Debüt im Dritten" bietet in erster Linie Filmhochschulabsolventen eine Plattform für ihren ersten Langfilm. Darüber hinaus fördert die Redaktion aber auch sogenannte Quereinsteiger, die ihre ersten filmischen Erfahrungen im Bereich Dokumentarfilm oder Drehbuch gesammelt haben. Neben dem Filmdebüt bietet der SWR jungen Regisseuren und Drehbuchautoren die Chance, ihren zweiten abendfüllenden Spielfilm zu realisieren. Ausgestrahlt werden die Filme der Reihe "Debüt im Dritten" im Südwest Fernsehen oder im Ersten. Sendetermin im Südwestfernsehen ist jeweils im Herbst.
Die Fernsehfilm-Redaktion von ARTE beteiligt sich jedes Jahr an der Produktion eines "Debüt Spezial". Da die Praxis gezeigt hat, dass der zweite Film oft viel schwerer zu finanzieren ist als der erste, haben wir uns gemeinsam mit unseren Kollegen von Arte entschlossen mit dem Debüt-Spezial auch besondere zweite Filme zu ermöglichen.
Der wichtigste Kooperationspartner von "Debüt im Dritten" ist die Medien- und Filmförderung Baden Württemberg (MFG). Produziert werden jährlich zwischen fünf und sechs Debütfilme: Zwei dieser Koproduktionen entstehen zusammen mit der M.F.G. im Koproduktionsmodell "50/50". Bei diesem Modell, das sich speziell an Produzenten und Kreative in Baden-Württemberg richtet, liegt die Obergrenze des Budgets bei 800.000 Euro. Drehort ist Baden-Württemberg. Die Produktionssumme wird vom Sender und der M.F.G. hälftig finanziert. Die übrigen Debütproduktionen entstehen zumeist in Koproduktion mit der M.F.G. und anderen Filmförderungen oder zusammen mit einer anderen ARD-Anstalt.
Je nach Höhe der SWR-Beteiligung entstehen die Debütfilme als Kinokoproduktion oder als reine TV-Produktion. Eine Festivalauswertung wird dabei von der Redaktion jeweils angestrebt. Seit kurzem fördert "Debüt im Dritten" jährlich ein Dokudrama. Da die Debütfilmfinanzierung oft ein langwieriger, manchmal schwieriger Prozess ist, ist es der Redaktion wichtig, frühzeitig mit der Zusammenarbeit zu beginnen. Die Redaktion vergibt deshalb auch Treatmentaufträge und finanziert häufig die Drehbuchenwicklung mit. Darüber hinaus besteht in Ausnahmefällen die Möglichkeit, einen fertigen Debütfilm anzukaufen.

Außerdem werden Aufträge für eine Drehbuchentwicklung vergeben.

Ansprechpartnerinnen Debüt im Dritten:
Südwestrundfunk
76522 Baden-Baden

Stefanie Groß, Tel.: 07221-929 4483
Kurzfilme: Brigitte Dithard Tel.: 07221 - 929 38 99

Ausführliche Angaben finden sich unter www.swr.de/debuet

Junger Dokumentarfilm – nichts ist spannender als die Wirklichkeit
Ausdauer, Einfühlungsvermögen und Sensibilität im Umgang mit den beobachteten Personen sind die Anforderungen, denen sich die Dokumentarfilmer stellen müssen. Eine eigene Filmsprache und Ästhetik zu entwickeln, erfordert nicht nur eine notwendige kreative Leistung, sondern kostet auch Zeit und damit Geld. Für junge Autoren sind dies schwer zu überwindende Hürden. Hier setzt die Reihe "Junger Dokumentarfilm" ein, die dem dokumentarischen Nachwuchs seit 1999 eine Chance gibt.

Ins Leben gerufen hat sie der SWR gemeinsam mit der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg und der Filmakademie Baden-Württemberg. Jungen Filmemachern wird so die Finanzierung und Ausstrahlung ihres Debütfilms ermöglicht. Jahr für Jahr entstehen so völlig unterschiedliche Filme mit ganz eigenen Handschriften. Und jedes Jahr zeigen die Autoren des "Jungen Dokumentarfilms", dass sie es verstehen, den Blick zu öffnen für Dinge, die sich nicht nur auf der Oberfläche abspielen.

Der Südwestrundfunk koproduziert jährlich ca. vier Junge Dokumentarfilme, meist drei Diplomanden- und einen Absolventenfilm. Das Projekt "Junger Dokumentarfilm" richtet sich hinsichtlich der Diplomfilme ausschließlich an Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg. Der Absolventenfilm kann dagegen auch in Zusammenarbeit mit Absolventen anderer Filmhochschulen entstehen, deren Studienabschluss nicht länger als drei Jahre zurückliegt. Hinzu kommt noch der Ankauf von fertiggestellten Filmen, die in Zusammenarbeit mit einer Filmhochschule entstanden sein sollten.

Ansprechpartnerin Junger Dokumentarfilm:
Südwestrundfunk
76522 Baden-Baden

Dr. Gudrun Hanke El-Ghomri
Tel.: 07221 - 929 21 56
E-Mail: Gudrun.Hanke-El_Ghomri@wr.de

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